Betrachten statt planen
Betrachten statt planen. Sich dem Augenblick zuwenden, ohne ihn in Entwürfe, Erwartungen oder Absichten einzuspannen. Nicht vorausgreifen auf das, was sein könnte, sondern verweilen bei dem, was sich gerade zeigt. Ein offenes Erleben, im reinen Gewahrsein, durchlässig für das, was geschieht, ohne es festzuhalten oder zu formen. Dem Lebendigen verwoben, dem Wesenhaften nah, als Teil eines größeren Geschehens, das sich nicht erzwingen, sondern nur erfahren lässt.
Betrachten statt werten. Schauen, ohne sofort zu benennen, einzuordnen oder zu vergleichen. Ohne zu teilen in richtig und falsch, schön und weniger schön, bedeutsam und belanglos. Ohne zu wiegen, zu messen oder zu berechnen. Ein offenes Sehen, das die Dinge sein lässt, wie sie sind, und ihnen Raum gibt, sich aus sich selbst heraus zu offenbaren.





