Kommunikation ist keine Einbahnstraße

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Ein Plädoyer für den echten Dialog und die Kunst der schöpferischen Kommunikation

Ich erlebe es immer häufiger: Worte werden gesendet, Gedanken geteilt, Fragen gestellt und dann? Stille. Kein Echo. Keine Rückmeldung. Als würde man in einen leeren Raum sprechen.
Wir leben in einer Zeit, in der Inhalte konsumiert, aber nicht verarbeitet werden. Gelesen, aber nicht beantwortet. Zur Kenntnis genommen, aber nicht reflektiert. Der eigene Standpunkt bleibt unausgesprochen, man scrollt weiter.

„Man muss einen Standpunkt haben, um den Dingen ihren Wert zuzuteilen.“ – Chinesisches Sprichwort

Ich empfinde das als eine Form von Gleichgültigkeit. Nicht immer bewusst entschieden, aber dennoch mit weitreichenden Auswirkungen auf unsere zwischenmenschliche Kommunikation. Denn Schweigen ist keine neutrale Haltung. Es ist eine innere Entscheidung.

Offene Fragen in den Raum zu stellen, ohne Antwort zu erhalten, erinnert mich an eine gestellte Rechnung, die niemand begleicht. Der Anspruch ist klar formuliert, die Einlösung bleibt aus.

Dabei ist echter Dialog keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Haltung. Er erfordert den inneren Willen, Stellung zu beziehen – zu widersprechen, zuzustimmen oder einfach zu sagen: „Ich habe es wahrgenommen.“

Ein anderer Weg

Doch ich glaube, es gibt einen anderen Weg.

Ich habe lange nach einem Begriff gesucht, der beschreibt, was mir in Gesprächen wirklich wichtig ist. Nicht das bloße Austauschen von Informationen. Nicht das Überzeugenwollen. Sondern etwas, das tiefer geht, etwas, das beide Seiten verändert.

Ich nenne es schöpferische Kommunikation.

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Die Offene Weite – Nichts von heilig

Über Wandel, Wissen und die Kunst, mit dem Nichtwissen zu leben

Haltenhof Überlingen Bodensee

I. Der Umbruch

Die Welt ist im Umbruch. Das war sie immer, denn das Beständigste ist die Wandlung und trotzdem erschreckt uns das jedes Mal neu. Wir wünschen uns, dass es bleibt, wie es ist, wenn es uns gerade gut geht. Das ist kein Fehler, das ist menschlich. Aber dieser Wunsch verrät bereits alles: Wir wissen, dass es nicht bleibt. Und weil wir das wissen, suchen wir.

Wir suchen in rationalen Erkenntnissen und alten Weisheitslehren, im I Ging und in der Astrologie, in den Tarotkarten und im Gebet. Doch diese Systeme verdienen mehr als eine Aufzählung, sie sind grundverschieden. Die Wissenschaft sucht Wiederholbarkeit. Das I Ging arbeitet mit Resonanz, nicht mit Kausalität. Die Astrologie deutet symbolische Muster. Das Gebet setzt eine persönliche Beziehung voraus. Was sie eint, ist nicht ihre Methode, sondern unser Hunger: Wir wollen, dass das Chaos Form annimmt. Wir projizieren Bedeutung in Systeme, die uns Bedeutung zurückwerfen und nennen das Erkenntnis. Dabei übersehen wir, dass die Antwort oft schon in der Frage steckt, die wir zu stellen bereit waren.

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Wie kommen wir in Kontakt?

Gesehen werden. Die stille Kraft echter Begegnung

„Ich glaube daran, dass das größte Geschenk, das ich von jemandem empfangen kann, ist, gesehen, gehört, verstanden und berührt zu werden. Das größte Geschenk, das ich geben kann, ist, den anderen zu sehen, zu hören, zu verstehen und zu berühren. Wenn dies geschieht, entsteht Kontakt“.

– Virginia Satir –

Es gibt eine tiefe Sehnsucht, die viele Menschen miteinander verbindet. Sie hat wenig mit Anerkennung, Erfolg oder Bewunderung zu tun. Es ist der Wunsch, wirklich gesehen zu werden, als Mensch, mit allem, was gerade da ist.

Wir spüren den Unterschied sofort. Ob jemand nur unsere Worte hört oder ob er wirklich zuhört. Ob jemand auf unsere Geschichte reagiert oder auf den Menschen dahinter. In solchen Augenblicken entsteht etwas Besonderes: das Gefühl, angenommen zu sein, ohne etwas beweisen zu müssen.
Echter Kontakt entsteht dort, wo Aufmerksamkeit wichtiger wird als Bewertung. Wo wir nicht sofort antworten müssen und analysieren oder korrigieren wollen, sondern bereit sind, dem anderen mit Offenheit zu begegnen, erst kann zwischenmenschliche Verbindung entstehen.

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Alles erledigt, trotzdem tot

Alles erledigt, trotzdem tot - Roland Gehweiler
Mit KI erstellt.

Gustavo Ferrara hatte nie eine Aufgabe unvollendet gelassen.

Die Listen auf seinem Schreibtisch waren legendär – eng beschrieben, jeder Punkt säuberlich durchgestrichen. Rechnungen bezahlt, Versprechen gehalten, Erwartungen erfüllt. An seinem sechzigsten Geburtstag saß er allein in seinem Arbeitszimmer und strich den letzten Punkt einer Liste durch, die er vor dreißig Jahren begonnen hatte. Er lehnte sich zurück und wartete auf das Gefühl, das kommen sollte.

Es kam nicht.

Auf dem Tisch lag ein Buch, das ihm seine Schwester geschenkt hatte – er hatte es nie aufgeschlagen. Er öffnete es jetzt, planlos, irgendwo in der Mitte, und sein Blick fiel auf einen einzigen Satz, der wie ein Fremdkörper zwischen den Zeilen stand: Alles erledigt, trotzdem tot.

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Selbstvergebung

Selbstvergebung - RolandGehweiler.de

Es ist ein großer Moment der Befreiung, wenn man lernt, sich selbst zu vergeben, die Last loszulassen und einen neuen Weg der Verheißung und der Möglichkeiten einzuschlagen.
– John O’Donohue

Ich habe lange über den Akt der Vergebung nachgedacht und darüber, ob ich mir selbst wirklich vergeben kann. Selbstvergebung beginnt natürlich bei mir. Ich muss den ersten Schritt machen, also damit beginnen, mir meine eigenen Fehler, Ungerechtigkeiten und Verletzungen erst einmal selbst zu vergeben, wenn ich wirklich geheilt werden und in den inneren Frieden zurückkehren will.

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Wer bin ich…

Wer bin ich? Es ist schon eigenartig, wie wir uns selbst ins Leben tauchen, uns einfärben und eins werden mit der Wand, die zwischen uns und unserer vorgestellten Welt steht. Vom Herzen gehen die Dinge aus, sagt man, und doch verneinen wir unsere Sehnsucht nach dem Rhythmus und dem Gleichklang, den uns das Herz im stetigen Takt (vor)schlägt.Resonanzkörper sind wir, und dann schlägt das Denken eine Kerbe und weitet die…

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