Wie Gefühle die Wirklichkeit prägen

seinundwerdenvon Roland Gehweiler
Durch unsere Gefühle prägen wir die Wirklichkeit. Wir ritzen mit unseren Gedanken und Gefühlen die Matrize der erlebten Spiegelung unserer selbst, entsprechend den Mustern unserer Wahrnehmungsfähigkeit.

Fähigkeiten, die uns antrainiert und von uns selbst weiter perfektioniert wurden. Wir sind gute Schüler und können gar nicht nicht lernen. Wir saugen alles auf und ziehen es in unser Erleben. Wir sind ständigen im Werden und wandeln uns unablässig von einer Gestalt in die Nächste. 10 Millionen Zellen pro Sekunde, die absterben und sich erneuern. Ein Tanz aus Licht in rasender Geschwindigkeit.

Wie kommt es aber, dass wir uns diesem Wandlungsprozess gegenüber so schwerfällig und ungelenk anstellen?
Weil unser Bewusstsein ständig abgelenkt ist. Wie ein Kind verschmolzen mit dem Spiel, eingetaucht, Eins geworden und verwoben mit den eigenen Traumfäden. Wir weben uns unsere Schleier aus feinstem Material fleissig selbst.
Von Augenblick zu Augenblick. Alles, in was wir uns hineinfühlen, gehört zu unserem Erleben, wird fassbar und spürbar.

Ideale und Vorbilder werden genügend geboten und forciert. Zur Existenzsicherung verbrauchen wir die meiste Zeit, was wir noch alles brauchen können, wird uns fleissig über die Medien berichtet. Wenn nicht gar noch andere, gut organisierte Vereinigungen, uns die Ideale vorgeben. Wir hängen fest, das ist sicher.
Wir sind wirklich gute Energielieferanten. Wir lassen uns ständig wertschöpfen bis zur Auflösung.

Wahrheit und Irrtum liegen so nahe bei einander, das wir die Grenzen nicht mehr erkennen können.

Sind wir wenigsten glücklich dabei?

Es sieht bei vielen nicht so aus.
Sich ohne Gnade mit allem intendifizieren bringt viel Trauer und Kummer mit sich, nichts hält was es verspricht. Nichts ist von Dauer, sobald es Gestalt annimmt, hat es einen Anfang, eine Mitte und das unweigerliche Ende ist die Folge.

Das Mobiltelefon veraltet, geht kaputt und ist rasch nicht mehr up to date.
Der oder die Partner, “scheinen” mehr als das sie eben sind und so werden die Bedürfnisse immer stärker, die Musik immer lauter, die Trönung immer heftiger.

Am nächsten Tag ist man dann genauso weit wie vorher, nur eben älter.

Der Irrtum liegt im Sein selbst, wir müssen anfangen uns bewusst zu machen das wir das erleben, was wir ständig wiederholen. Die Gedanken und die Gefühle sind unsere ständigen schöpferischen Instrumente. Sie lassen das was ist erst sein. Wir können diese Instrumente aber mit eigenen Melodien spielen und die Farbpalette ist unendlich in ihrem Farbenreichtum.

Warum sich mit einem Instrument zufrieden geben, wenn wir ein ganzes Orchester zur Verfügung haben können!

Im Erkennen und Wachsein, im Gewahr sein, liegt die Kraft. Im Hier und Jetzt sein, wenn wir uns hier und jetzt wahrnehmen, durch das Spüren unseres Körpers, können wir uns trennen von den Illusionen die der Verstand (Mind) und die Gefühle ständig erschaffen.

Mit Abstand betrachtet erscheinen die meisten Umstände leichter änderbar.

Das Sich lösen, sich freimachen von den Vorgaben, den Konditionen, ist der erste wichtigste Schritt um eine Veränderung zu bewirken.

Wahre Freude beruht also darauf, dass im Innern Festigkeit und Stärke vorhanden sind, die nach außen hin weich und milde auftreten. I Ging

Erstmals veröffentlicht 2007 auf www.cybermondo.net

 

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