Strebe danach glücklich zu sein

Strebe danach glücklich zusein...

Gehe gelassen inmitten von Lärm und Hast und denke an den Frieden der Stille.

So weit als möglich, ohne dich aufzugeben, sei auf gutem Fuß mit jedermann.
Sprich deine Wahrheit ruhig und klar aus, und höre Andere an, auch wenn sie langweilig und unwissend sind, denn auch sie haben an ihrem Schicksal zu tragen. Meide die Lauten und Streitsüchtigen. Sie verwirren den Geist.

Vergleichst du dich mit anderen, kannst du hochmütig oder verbittert werden,
denn immer wird es Menschen geben, die bedeutender oder schwächer sind als du.
Erfreue dich am Erreichten und an deinen Plänen.
Bemühe dich um deinen eigenen Werdegang, wie bescheiden er auch sein mag;
er ist ein fester Besitz im Wandel der Zeit.

Der Mutmacher – Interview mit Gerald Hüther

Gerald_HuetherVon Martin Frischknecht
Als Professor leitet er eine Fachstelle für neurobiologische Präventionsforschung und ist Autor von Studien und Fachbüchern zur Hirnentwicklung. Zugleich und hauptsächlich ist Gerald Hüther ein warmherziger, nahbarer Mensch, einer, der Dinge beim Namen nennt und andere inspiriert.

SPUREN: Herr Hüther, Sie haben sich ausgiebig mit den Bedingungen beschäftigt, unter denen es dem Menschen, namentlich in der Kindheit, gelingt, sein Potenzial zu entfalten. Haben Sie persönlich in Ihrem Leben einfach ein gutes Los gezogen, dass Ihnen das in der Kindheit weitgehend möglich war?

Gerald Hüther: Sicherlich gehört da auch Glück dazu. Ich bin in Thüringen in der ehemaligen DDR auf einem Hof mit Wassermühle grossgeworden. Wir waren an die zehn Cousins und Cousinen und lebten in altersgemischten Spielgruppen, die sich die Welt mehr oder weniger selber erschlossen, ähnlich wie Astrid Lindgrens Bullerbü. Da lernt man natürlich unglaublich viel, nicht so sehr von den Erwachsenen oder im “Frühförderunterricht”, sondern von den älteren Kindern, die sich schon etwas besser auskennen. Man ist in diesen Gruppen sehr stark verankert, weiss, dass man gebraucht wird – jeder auf seine Weise. Der Dreijährige hat eine genauso wichtige Funktion wie der Fünfzehnjährige, weil jeder auf seine Weise etwas zu dem Spass und zu der Freude beitragen kann, die man zusammen hat. Manch eine Aufgabe lässt sich nur gemeinsam bewältigen. Das sind schon sehr günstige Voraussetzungen, wie sie viele junge Menschen in dieser Form heute kaum mehr finden.

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Was ist die Welt in der ich lebe?

Pilares MountainWann werde ich zu staunen
aufhören und zu begreifen beginnen.
Was bin ich? Was ist der Mensch?
Was ist die Welt, in der ich lebe?

Galileo Galilei

Der große Astronom Galileo Galilei steht am Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit. Er hat diesen erkenntnismäßigen Quantensprung mit Kopernikus gegen furchterregende Kräfte erst ermöglicht. Durch die Verwendung des Fernrohrs konnte er Gesetzmäßigkeiten der Bewegung der Gestirne erkennen, wo die Menschheit zuvor “nur” einen Himmel mit religiösen Dimensionen gesehen hatte. Die zentralen Fragen, “Was bin ich? Was ist der Mensch?” bekamen dadurch eine neue Brisanz. Die alten Antworten passten nicht mehr zu den neuen, naturwissenschaftlichen Rätseln. Der Mensch nicht mehr im Zentrum des Universums? Durch diese Entzauberung wurde die Welt aber nicht ärmer – die Frage “Was ist die Welt, in der wir leben” fasziniert nach wie vor. Galileo: ” Wir bringen das Neue nicht, um die Geister zu verwirren, sondern um aufzuklären, nicht um die Wissenschaft zu zerstören, sondern um wahrhaft zu begründen. Unsere Gegner aber nennen, was sie nicht widerlegen können, falsch und ketzerisch, indem sie sich aus erheuchelten Religionseifer einen Schild machten und die Heilige Schrift zu Dienerin ihrer Absichten erniedrigen.” Quelle: @Impulse

Doch nur der Augenblick hat Weite

Bodensee Ausblicke
Wir haben zum Ewigen keinen anderen Zugang als

durch den Augenblick, in dem wir leben.

Herbert von Hoemer

Sekunde für Sekunde verstreicht die Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit reisen wir,
gebunden in vergangenen und zukünftigen Gedanken. Doch nur der Augenblick hat
Weite, ist ungebunden und frei, unbelastet und rein.
Öffne dein Herz und mach es weit für die Liebe und die Herrlichkeit im Jetzt!

 

Wenn Du es eilig hast, gehe langsam…

Mulla Nasrudin zog seinen Handkarren zur nächsten Stadt, um sein Gemüse auf dem Markt anzupreisen. Unterdessen hörte er, wie sich schnell Hufgeräusche näherten, eine edle Kutsche hielt neben ihm an. Der Kutscher hatte es sehr eilig und rief: „Sag schnell – wie weit ist es noch bis zur nächsten Stadt?“
Mulla Nasrudin antwortete: „Wenn Ihr langsam fahrt, dauert es wohl eine halbe Stunde. Fahrt Ihr jedoch schnell weiter, so dauert es drei Stunden, mein Herr.“
„Du Narr!“, schimpfte ihn der Kutscher und trieb die Pferde zu einem noch schnelleren Galopp an und die Kutsche entschwand Mulla Nasrudinns Blick.

Mulla Nasrudin ging gemächlich seines Weges auf der staubigen Straße, die viele Schlaglöcher hatte. Nach etwa einer Stunde sah er nach einer Kurve eine Kutsche im Graben liegen. Die Vorderachse war gebrochen und der Kutscher von vorhin, war fluchend dabei, die Kutsche wieder instand zu setzen.
Der Kutscher bedachte Nasrudin mit einem bösen und vorwurfsvollen Blick, worauf dieser nur sagte: „Ich sagte Euch doch: Wenn Ihr langsam fahrt, dauert die Fahrt eine halbe Stunde …“

Ein Schauspiel, das großartiger ist als das Meer

Es gibt ein Schauspiel,
das großartiger ist als das Meer, das ist der Himmel;
es gibt ein Schauspiel, das größer ist als der Himmel,
das ist das Innere der Seele.

Victor Hugo

Schauspiel des inneren Himmels